Die kurze Antwort
| Ausbaustufe | Größenordnung | Wer montiert |
|---|---|---|
| Funk-Einsteigerset, Wohnung | 150 bis 400 Euro | Sie selbst |
| Funkanlage, kleines Haus | 400 bis 900 Euro | Sie selbst |
| Funkanlage, Einfamilienhaus | 900 bis 2.000 Euro | Sie selbst |
| Funkanlage mit Montage | 1.500 bis 3.500 Euro | Fachbetrieb |
| Hybrid oder verkabelt, Bestand | 2.500 bis 6.000 Euro | Fachbetrieb |
| Verkabelt im Neubau | 2.000 bis 5.000 Euro | Fachbetrieb, Rohbauphase |
| Aufschaltung auf eine Leitstelle | 20 bis 60 Euro pro Monat | Vertrag |
Diese Spannen sind breit, und das ist kein Ausweichen: Zwischen einem Reihenhaus mit acht zu sichernden Öffnungen und einem freistehenden Haus mit Terrassenfront, Nebeneingang und Garage liegt schlicht Faktor zwei bis drei bei der Zahl der Melder.
Was den Preis treibt
Die Zahl der überwachten Öffnungen. Der mit Abstand größte Posten. Zählen Sie alle Fenster und Türen, die von außen ohne Leiter erreichbar sind, plus Dachflächenfenster über Anbauten und Garagen. Diese Zahl mal Melderpreis ist die Grundlage jedes Angebots.
Die Art der Überwachung. Außenhautüberwachung, also Melder an jeder Öffnung, ist teurer als reine Fallenüberwachung mit wenigen Bewegungsmeldern im Inneren, meldet dafür aber, bevor jemand im Haus ist. Wer sparen muss, sichert die Außenhaut dort, wo tatsächlich eingestiegen wird, und ergänzt innen.
Funk oder Kabel. Bei Funk liegt das Geld im Material, bei Kabel in der Arbeitszeit. Deshalb dreht sich das Verhältnis je nach Objekt um. Details unter Funkalarmanlage und kabelgebundene Alarmanlage.
Der Anspruch an die Zentrale. Eine Zentrale mit Notstromversorgung, Sabotageüberwachung, zwei Übertragungswegen und Erweiterbarkeit kostet ein Vielfaches einer App-Zentrale aus dem Einsteigerset. Sie ist auch das Teil, das am längsten bleibt.
Anerkennung und Abnahme. Wird eine Anlage nach VdS-Klasse ausgeführt und von einem anerkannten Errichter abgenommen, steigen Planungs-, Material- und Dokumentationsaufwand. Das ist dann relevant, wenn Ihre Versicherung es verlangt.
Selbstmontage oder Fachbetrieb
Die Montagekosten sind der Posten mit dem größten Hebel. Ein Fachbetrieb verlangt für die Installation einer Funkanlage im Einfamilienhaus erfahrungsgemäß einen Betrag in der Größenordnung des Materialpreises, bei verkabelten Anlagen im Bestand deutlich mehr.
Dafür bekommen Sie Planung, Funktionsprüfung, Dokumentation und einen Ansprechpartner, wenn etwas nicht funktioniert. Bei Selbstmontage übernehmen Sie diese Aufgaben, und der häufigste Fehler ist nicht die Montage, sondern die Planung davor: zu wenige Melder an den richtigen Stellen, zu viele an den falschen.
Eine belastbare Zwischenlösung: Planung und Abnahme durch einen Fachbetrieb, Montage in Eigenleistung. Nicht jeder Betrieb bietet das an, fragen lohnt sich.
Laufende Kosten, die gern vergessen werden
- Batterien. Bei Funkanlagen ein kleiner, aber dauerhafter Posten. Bei zwölf bis 16 Meldern fällt jedes Jahr etwas an.
- Mobilfunk oder Cloud. Manche Anlagen brauchen eine SIM-Karte für die Übertragung oder ein Abo für App-Funktionen und Ereignisverlauf. Monatliche Beträge sind hier üblich, die Bandbreite ist groß.
- Wartung. Bei verkabelten und anerkannten Anlagen meist jährlich und vertraglich geregelt. Bei Selbstmontage ersetzen Sie das durch eine eigene Funktionsprüfung, mindestens einmal im Jahr, jeder Melder einzeln.
- Aufschaltung auf eine Leitstelle. Monatlicher Beitrag, in der Größenordnung von 20 bis 60 Euro je nach Leistungsumfang. Interventionsdienste, also das tatsächliche Nachsehen vor Ort, kosten in der Regel zusätzlich und pro Einsatz.
Rechnen Sie diese Posten über fünf Jahre hoch, bevor Sie Systeme vergleichen. Eine günstige Anlage mit Pflichtabo kann teurer sein als eine teurere ohne.
Miet- und Abomodelle
Einige Anbieter stellen die Anlage gegen eine monatliche Rate bereit, einschließlich Installation, Wartung und Leitstelle. Das senkt die Anfangskosten und verschiebt sie in die Laufzeit. Worauf Sie dabei achten sollten:
- Wie lang ist die Mindestlaufzeit, und was passiert danach?
- Gehört die Hardware am Ende Ihnen oder dem Anbieter?
- Was kostet der Rückbau, und wer trägt ihn?
- Lässt sich die Anlage nach Vertragsende weiterbetreiben, oder ist sie ohne Dienst des Anbieters funktionslos?
Diese vier Antworten entscheiden darüber, ob ein Mietmodell für Sie günstiger ist als ein Kauf. Ohne sie ist der Monatsbeitrag keine vergleichbare Zahl.
Förderung
Für Maßnahmen zum Einbruchschutz gab und gibt es Förderprogramme, unter anderem über die KfW, teils als Zuschuss, teils als zinsvergünstigter Kredit. Umfang, Bedingungen und Verfügbarkeit ändern sich jedoch regelmäßig, und Anträge müssen in der Regel vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
Prüfen Sie den aktuellen Stand deshalb direkt bei der KfW und bei Ihrem Bundesland, bevor Sie beauftragen. Verlassen Sie sich nicht auf Angaben in Prospekten oder auf Ratgeberseiten, diese Seite eingeschlossen: Wir können hier keinen tagesaktuellen Förderstand garantieren.
Wie Sie Angebote vergleichbar machen
Geben Sie jedem Anbieter dieselbe Grundlage, sonst vergleichen Sie Zahlen, die nichts miteinander zu tun haben:
- Eine Liste aller Öffnungen, die überwacht werden sollen.
- Die gewünschte Art der Überwachung je Öffnung.
- Angabe, ob eine Aufschaltung gewünscht ist.
- Angabe, ob eine Ausführung nach VdS-Klasse gefordert ist.
- Die Bitte, Material, Montage und laufende Kosten getrennt auszuweisen.
Punkt fünf ist der wichtigste. Ein Pauschalpreis ohne Aufschlüsselung lässt sich gegen nichts vergleichen.
Woran sich nicht sparen lohnt
An der Zentrale, weil sie festlegt, was in fünf Jahren noch möglich ist. An der Zahl der Melder an tatsächlich gefährdeten Öffnungen, weil eine Anlage, die zu spät meldet, ihren Zweck verfehlt. Und an der Mechanik, denn eine Alarmanlage hält niemanden auf. Warum die Reihenfolge Mechanik vor Elektronik das Budget besser nutzt, steht in den Grundlagen zum Einbruchschutz.
